Rückblick auf unsere Veranstaltungen im Jahr 2025
Über unsere Geburtstagsfeier mit Siegelverleihung am 11.06.2025 hatten wir schon im letzten Newsletter berichtet. Inzwischen haben alle angedachten Veranstaltungen wie geplant stattgefunden.
02.09.2025 Sepsis und Candida auris: Neue Herausforderungen für MRE-Netzwerke
Landesärztekammer Hessen
Prof. Booke (MTK) berichtete eindrucksvoll über das Problem und das Modellprojket, welches er im MTK mit der Deutschen Sepsisgesellschaft durchführt, ein Projekt das nach Abschluss sicher auch interessant sein wird für weitere Kreise. Dr. Merbs (GA Wetteraukreis) ergänzte dies anhand eines spannenden und tragischen Falls einer Sepsis nach Tätowierung. Dr. Aldejohann (NRZ Würzburg) berichtete Neues zu Candida auris, einem häufig gegen die üblichen Antimyotika resistenten Pilz, der in Deutschland zwar erst in Einzelfällen auftritt, aber auch hier schon zu schwer beherrschbaren Ausbrüchen geführt hat. Beide Themen werden wir als Netzwerk weiterverfolgen.
22.10.2025 „Wissen aus erster Hand“ KRINKO-Empfehlung: Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumentariums
Hörsaal des Instituts für Hygiene, Universitätsklinik Frankfurt
Prof. Jung stellte als Kliniker die Neuerungen der KRINKO-Empfehlung mit Erfahrungen aus der Praxis und anhand guter praktischer Beispiele dar und stand für zahlreiche vertiefende Fragen und eine gute Diskussion zur Verfügung.
17.11.2025 AG Antibiotic Stewardship unter der Leitung von Dr. Tessmann
Kommunikationszentrum Krankenhaus Nordwest
Die seit 2016 bestehende AG, die sich mit dem sachgerechten Antibiotika-Einsatz befasst, traf sich bereits zum 18. Mal. Dort werden interessante Fragen aus der Praxis besprochen, zuletzt die Frage einer niedergelassenen Ärztin bzgl. der seitens einer Fachgesellschaft empfohlenen Antibiotika-Prophylaxe bei inavsiven Zahnbehandlungen von Endoprothesenträgern (Hüfte, Knie). Die Recherche erbrachte, dass es hierfür keine Evidenz gibt, worauf die Mitglieder der AG inzwischen in einem Beitag für das Hessische Ärzteblatt hinwiesen. Ein ausführlicher Artikel wurde in einem wissenschaftlichen Journal angenommen und wird Anfang 2026 erscheinen. – Mein Dank an Dr. Tessmann und die aktive AG.
19.11.2025 Runder Tisch für Teilnehmer des MRE-Netz
Auditorium, Gesundheitsamt Frankfurt
Unser erster Runder Tisch seit einiger Zeit – an gewohntem Ort- war gut besucht. Wir erhielten viel positive Resonanz, die Teilnehmenden begüßten die Wiederaufnahme der Runden Tische sehr und nutzten die Veranstaltung zum Austausch. Von den Teilnehmenden wurden auch Vorschläge für weitere Themen gemacht:
- Mikrobiom und Phagentherapie
- Sanierung MRSA – Kostenübernahme weiterhin ein Problem
- Indikation Screening für Atemwegsinfektionen – z.B. Influenza, SARS-CoV2, Rhinoviren etc. Die Teilnehmenden boten sich an, bei einer AG hierzu mitzumachen.
- Zoonosen: Frage Risiko Vogelgrippe oder auch neue vektorassoziierte Viren
Für das erste Thema haben wir inzwischen eine Veranstaltung für 2026 geplant. Wir werden in unserem Förderkreis besprechen, ob wir die anderen Themen im Rahmen unseres Netzwerks aufgreifen können (oder ob dies nicht eher durch die Gesundheitsämter erfolgen sollte.)
26.11.2025 „Wissen aus erster Hand“ KRINKO-Empfehlung: Infektionsprävention in der Rehabilitation
MEDIAN Kaiserbergklinik, Bad Nauheim
Prof. Pohl, der Leiter der entsprechenden Arbeitsgruppe der KRINKO, stellte diese im Oktober 2025 publizierte neue KRINKO-Empfehlung vor. Er legte die Grundüberlegung dar, nämlich das vorrangige Ziel, Rehabilitationen zu ermöglichen. Die zusätzlich zu den bisherigen Risiko-Kategorien der KRINKO für Krankenhäuser (hoch, mittel, niedrig) eingeführten Kategorien „gering“ und „alltagsgleich“ wurden von den Teilnehmenden intensiv und kontrovers diskutiert, einschließlich der sich daraus ergebenden Empfehlungen für Hygienefachpersonal und/oder Hygienebeauftragtes Personal. Als Fazit wurde beschlossen, im Netzwerk eine Umfrage bei Rehabilitationseinrichtungen zur aktuellen Situation und zur Praktikabilität durchzuführen.
Wir bitten Vertreterinnen und Vertreter von Reha-Einrichtungen, sich zu melden, falls sie in einer entsprechenden Arbeitsgruppe zur Vorbereitung dieser Befragung teilnehmen möchten.